Strecke

  • Start an der Feldherrenhalle, die Strecke geht entlang wichtiger Bauwerke der Regentschaft Ludwig I.: 3-4km, Komoot Tour Bildschirmfoto_20251227_154629|500

Zur Person Ludwig des Ersten von Bayern

Ludwig I. (1786–1868 - reg. 1825–1848) war zweifellos der König, der München am stärksten geprägt hat. Sein Ziel war es, aus der damals noch eher mittelalterlich und provinziell geprägten Stadt eine prachtvolle Residenzstadt zu machen, die es mit den großen Metropolen Europas aufnehmen konnte. Sein berühmter Ausspruch lautete: „Ich will aus München eine Stadt machen, die Deutschland so zur Ehre gereichen soll, dass keiner Deutschland kennt, wenn er nicht München gesehen hat.“#

Überblick der von Ihm in Auftrag gegebenen Bauwerke:

1. Die Ludwigstraße: Eine Prachtmeile

Ludwig ließ die Stadt nach Norden hin erweitern. Die Ludwigstraße ist eine der monumentalsten Straßenzüge Europas. Zu den dortigen Bauten gehören:

  • Die Feldherrnhalle und das Siegestor als architektonische Abschlüsse. Dazu ließ er 1817 das sog. Schwabinger Tor abreißen

    Das Schwabinger Tor Bildschirmfoto_20251227_140939|600 Link dazu

    Das Siegestor Bildschirmfoto_20251227_154854|600

  • Die Bayerische Staatsbibliothek Bildschirmfoto_20251227_142348|600 Link dazu

  • Die Ludwig-Maximilians-Universität (die er 1826 von Landshut nach München holte, um die Stadt auch zum geistigen Zentrum zu machen). Bildschirmfoto_20251227_142514|600 Link dazu

  • Die Ludwigskirche

    Bildschirmfoto_20251227_142803|600 Link dazu

2. Die Residenz und der Max-Joseph-Platz

Er ließ die Münchner Residenz massiv erweitern (Königsbau und Festsaalbau nach Vorbildern des Palazzo Pitti in Florenz) und schuf mit dem Nationaltheater und dem Denkmal für seinen Vater (Max I. Joseph) ein repräsentatives Zentrum.

Die Residenz in München ist das größte Innenstadtschloss Deutschlands und diente über Jahrhunderte (1508 bis 1918) als Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Links zum Residenzmuseum und den Detailbeschreibungen. Eintritt 10€, ermäßigt 9€.

3. Das „Isar-Athen“ (Klassizismus)

Ludwig war ein glühender Verehrer der Antike (Philhellenismus). Gemeinsam mit seinen Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner ließ er monumentale Bauwerke im klassizistischen Stil errichten:

  • Der Königsplatz: Mit der Glyptothek, 1830 (links im Bild) (für seine Sammlung antiker Skulpturen), der Antikensammlung, 1848 (rechts im Bild) und den Propyläen, 1862 (im Vordergrund) schuf er ein Forum, das an die Akropolis in Athen erinnern sollte.

    Ist-Stand 1925 Bildschirmfoto_20251227_144224|500 Link dazu

  • Die Pinakotheken: Er baute die Alte Pinakothek, 1836 (damals der größte Museumsbau der Welt), um die Kunstschätze der Wittelsbacher der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

    Alte Pinakothek, ca. 1900 Bildschirmfoto_20251227_145307|500 Link dazu

4. Die Wiesn, die „Bavaria“ und die Ruhmeshalle

  • Das Oktoberfest: Auch wenn das Fest unter seinem Vater begann (anlässlich von Ludwigs Hochzeit mit Therese von Sachsen-Hildburghausen im Jahr 1810), förderte er es massiv und machte es zum bayerischen Nationalfest. Die „Theresienwiese“ ist nach seiner Frau benannt.

    Das Oktoberfest, 4.Oktober 1930 Bildschirmfoto_20251227_145907|500 Link dazu Bildschirmfoto_20251227_150637|500 Link dazu

  • Bavaria: Auf der Theresienwiese ließ Ludwig die kolossale Bronzestatue der Bavaria, 1850 errichten, die als weltliche Patronin Bayerns über die Stadt blickt. Sie wurde entworfen von Ludwig Schwanthaler, gegossen von Ferdinand von Miller in der Königlichen Erzgießerei. Dahinter steht die Ruhmeshalle, 1853 für bedeutende Bayern (Architekt: Leo von Klenze). Sie dient als Aufstellungsort für Büsten bedeutender Bayern aus Wissenschaft, Kunst, Politik und Militär.

    Die Bavaria mit der Ruhmeshalle der Bayern, ca. 1870 Bildschirmfoto_20251227_145654|500 Link dazu

5. Wirtschaft

Er förderte den Bau der ersten Eisenbahn in Bayern (Nürnberg–Fürth) und den Ludwig-Donau-Main-Kanal.

6. Schattenseiten und Abdankung

Trotz seiner Verdienste war Ludwig I. ein zwar gläubiger aber vor allem auch autoritärer Herrscher, der insbesondere nach 1830 die Zensur verschärfte. Sein Sturz 1848 hatte zwei Gründe:

  1. Die Revolution von 1848: Das Volk forderte mehr Mitsprache und Freiheiten.

  2. Lola Montez: Seine leidenschaftliche Affäre mit der irischen Tänzerin, die er zur Gräfin Landsfeld erhob, provozierte den Adel, die Kirche und die Bürger gleichermaßen. Als er die Universität schließen ließ, um Lola vor protestierenden Studenten zu schützen, eskalierte die Lage, und er musste schließlich zugunsten seines Sohnes Maximilian II. abdanken.

Auf Ludwig den Ersten folgte König Max II Joseph, der “Gelehrtenkönig”. Er holte viele, vor allem preussische Gelehrte nach München, gründete das Maximilianeum und war für seiner Volksnähe und Trachtenliebe bekannt. Er war wiederum Vater von Ludwig dem II., dem “Märchenkönig”. Max II starb überraschen 1864.

MISC

Pinakothek der Moderne

Aktuelle Ausstellungen

NS-Doku München

Aktuelle Ausstellung:

Der Münchner Glaspalast

König Maximilian II. ließ das Gebäude für die „Erste Allgemeine Deutsche Industrieausstellung“ errichten. Das Gebäude war eine wegweisende Glas-Eisen-Konstruktion. Es bestand aus rund 37.000 Glasscheiben und einem gusseisernen Skelett. Mit einer Länge von 234 Metern und einer Höhe von 25 Metern war es für die damalige Zeit ein technisches Meisterwerk. Der Glaspalast der sich an der Stelle des Parkcafes im Alten Botanischen Garten befand, wurde am 6. Juni 1931 durch einen Brand zerstört.

Der Glaspalast 1854 Bildschirmfoto_20251227_160145 Link dazu

Industrieausstellung 1857 Bildschirmfoto_20251227_160304 Link dazu

Der brennende Glaspalast Glaspalast_brennend